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Der zündende Funke:
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Engels macht den Strom
Sie gehen zum Lichtschalter. Sie drücken den Knopf. Das Licht geht an. Normal, oder? Vor 150 Jahren war das ein Wunder. In der Baumwollspinnerei Ermen & Engels wird es wieder lebendig. Denn da, am Ufer der Agger in Engelskirchen, installierten die nächsten Verwandten des berühmten Friedrich Engels um 1900 eines der ersten Elektrizitätswerke im Aggertal.
Damit ging ganz vielen Leuten ein Licht auf, denn die vom rauschenden Wasser angetriebenen Turbinen im Keller der Engelsschen Fabrik trieben nicht nur die Spinnmaschinen an, sondern versorgten auch das Umland mit Elektrizität: „Der Engels macht den Strom“, sagten die Leute und staunten darüber, wie hell plötzlich Tag und Nacht wurden. Ihr Leben hatte sich verändert: der Strom war da. Auch unter den Nachfahren von Friedrich Engels gab es Visionäre, so wie Friedrich, das „rote Schaf“ der Familie, einer war. Doch ihre Visionen führten zu Turbinen, zu einer riesigen raumfüllenden Schalttafel mit einer Unzahl von großen Hebeln und Instrumenten, zu elektrisch erleuchteten Fabrikhallen und zu Licht und Kraft für die ganze Umgebung. Auch eine Revolution. Nur eben anders.
In Engelskirchen sind Sie dieser spannenden Geschichte auf der Spur. Sie klettern hinab in die Keller unter der Fabrik, die dunkel sind und von Wasser durchflutet. Dort steht das alte Kraftwerk mit seinen mächtigen Turbinen, Schwungrädern und Generatoren. Sie folgen dem Strom hinauf in die Spinnsäle, Sie stellen sich vor, wie ein Leben ohne Strom gewesen sein mag und was für ein Wunder das helle, elektrische Licht gewesen sein muss. Sie erleben die Arbeit an einer der ohrenbetäubend lauten elektrischen Spinnmaschinen. Sie finden heraus, wie sich die Welt verändert hat, seit der Funke übergesprungen ist, und welche Bedeutung der Strom heute für uns alle hat.
Geheimnisvolle Schatzkisten auf dem Museumgelände enthalten zusätzlich Wissenswertes und machen nicht nur den Kindern Spaß. Und wenn Sie wissen wollen, wie „vor dem Strom“gearbeitet wurde, dann folgen Sie der Spur des Wassers zum Oelchenshammer an der Leppe, einem der letzten wassergetriebenen Schmiedehämmer der Region. Noch heute rauscht dort das Wasser auf die oberschlächtigen Wasserräder, donnert der Hammer aufs Eisen. Ein weiter Spannungsbogen: vom Wasserrad zum Wasserkraftwerk, vom Fluss zum Strom, vom glühenden Stahl zum glühenden Draht in der Bogenlampe. Aber immer spannend. Wir garantieren: Der Funke springt über.
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Anschrift
Schauplatz Engelskirchen Rheinisches Industriemuseum Baumwollspinnerei Ermen & Engels Engels-Platz 2 51766 Engelskirchen
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